Zum 26. April 1937
Die gefürchtete NS-Fliegerstaffel „Legion Condor“ bombardiert die baskische Kleinstadt Guernica (baskisch: Gernika), die innerhalb von dreieinhalb Stunden fast vollkommen zerstört wird. Erstmals in der Geschichte trifft der Angriff gezielt die Zivilbevölkerung: Hunderte wehrlose Kinder, Frauen und Männer verlieren auf grausame, qualvolle Weise ihr Leben. Es ist das erste Flächenbombardement einer Stadt – Vorbote einer neuen Art unmenschlicher Kriegführung, die den Tod von der Front in die Städte verlagert. Guernica ist zum Symbol für die Schrecken des Krieges geworden.
Wenige Wochen später, am 4. Juni 1937, vollendet Pablo Picasso „Guernica“, das Antikriegsbild des 20. Jahrhunderts.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner besuchte am 28. November 2025 zum Abschluss seines Staatsbesuchs in Spanien die 17.000-Einwohner-Stadt, um im Namen Deutschlands jenes Grauens zu gedenken. „Mir ist es sehr wichtig“, sagte er in Madrid vor seinem Aufbruch nach Guernica, „dass wir – und diesen Satz richte ich bewusst an meine Landsleute zu Hause –, dass wir nicht vergessen, was damals geschehen ist. Dieses Verbrechen haben Deutsche begangen.“

