(Klima-)Killer Auto: Information: Tod und Verletzung durch den Autoverkehr

 

Tod und Verletzung durch den Autoverkehr

 

Am 17. August 1896 wurde in London mit Bridget Driscoll erstmals ein Mensch bei einem Verkehrsunfall getötet, an dem ein Auto beteiligt war. Insgesamt sind bislang etwa 40 Millionen Menschen bei Autounfällen ums Leben gekommen.

Laut einer Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 13. Dezember 2023 kommen WELTWEIT täglich rund 3200 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Im Jahr 2021 waren es nach Schätzungen 1,19 Millionen Menschen. Verkehrsunfälle seien die häufigste Todesursache bei Kindern und jungen Menschen bis 29 Jahren. 30 Prozent der Todesopfer seien Autoinsassen, 70 Prozent Fußgänger sowie Fahrrad- und Mopedfahrer und andere Verkehrsteilnehmer gewesen. Während die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr pro 1000 Menschen von 2010 bis 2021 um 16 Prozent zurückgegangen ist, stieg der Anteil der Radfahrer:innen an den weltweiten Verkehrstoten von fünf auf sechs Prozent.

Jeweils am dritten Mittwoch im Mai wird weltweit der „Ride of Silence“ durchgeführt, eine jährliche stille Gedenkfahrt an Radfahrer und Radfahrerinnen, die im Straßenverkehr getötet oder verletzt wurden.

 

Wie das EU-Statistikamt Eurostat am 29. April 2025 mitteilte, sind im Jahr 2023 in der EUROPÄISCHEN UNION 20.380 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, im Schnitt 46 Verkehrstote pro eine Million Einwohner:innen. Die niedrigste Quote gab es in Schweden (22), die höchste in Bulgarien und Rumänien (81). In Deutschland lag die Zahl bei 34 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner.

 

In DEUTSCHLAND sind im Jahr 2025 laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom 7. Juli 2026 nach endgültigen Ergebnissen bei Unfällen im Straßenverkehr 2832 Menschen ums Leben gekommen und rund 371.000 Personen verletzt worden, davon 49.200 schwer. 74 Kinder unter 15 Jahren starben infolge eines Verkehrsunfalls, rund 29.200 Kinder wurden bei einem Verkehrsunfall verletzt, das heißt im Schnitt alle 18 Minuten ein Kind.

Laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom 27. April 2026 waren im Jahr 2025 in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen an 44.463 der 95.794 Fahrradunfälle mit Personenschaden eine Autofahrerin oder ein Autofahrer beteiligt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 15. August 2023 mitteilte, kamen im Jahr 2022 rund 25.800 Kinder unter 15 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr in Deutschland zu Schaden. Damit wurde im Schnitt alle 20 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet. 51 Kinder wurden im Straßenverkehr getötet.

Laut einer Studie des Historikers Peter Itzen, aus der „Der Spiegel“ in Nr. 51 vom 16. Dezember 2017 zitiert, starben seit 1950 auf deutschen Straßen 780.000 Menschen, 31 Millionen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt.

Zwischen 1991 und 2021 wurden 6049 Kinder im Straßenverkehr getötet, während in Helsinki im Jahr 2019 kein Kind im Straßenverkehr ums Leben gekommen ist, dem Jahr, in dem dort Tempo 30 im Stadtgebiet eingeführt worden ist (Quelle: fairkehr 4/2023, S. 21).

Laut der Wildunfall-Statistik 2021/2022 des Deutschen Jagdverbands (DJV) sind in der Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 in Deutschland 240.388 Wildtiere überwiegend durch den Straßenverkehr zu Tode gekommen.


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