Industrielle Massentierhaltung, Fleischkonsum: Information: Tierhaltung in Deutschland: Hühnerhaltung

 

Hühnerhaltung

 

Laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 3. November 2025 wurden Ende August 2025 in Deutschland in 2.200 Betrieben insgesamt 44,6 Millionen Legehennen gehalten. Diese erzeugten im August 2025 insgesamt 1,2 Milliarden Eier, die zum Konsum bestimmt waren. Bei der Haltungsform dominierte mit 25,5 Millionen Legehennen die Bodenhaltung, 11,3 Millionen Legehennen wurden in Freilandhaltung – 6,6 Millionen unter ökologischer Erzeugung – und 1,2 Millionen in Kleingruppenhaltung gehalten. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern stieg 2024 nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) auf 249 Eier. Für den menschlichen Verzehr wurden im Jahr 2024 insgesamt 694 Millionen Stück Geflügel geschlachtet; 90 Prozent der geschlachteten Geflügeltiere waren Hühner, die zur Mast bestimmt waren, 4 Prozent waren Puten.

Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. August 2025 wurden im 1. Halbjahr des Jahres 2025 nach vorläufigen Ergebnissen in den gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland insgesamt 346,1 Millionen Tiere verschiedener Geflügelarten geschlachtet.

Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Februar 2025 wurden im Jahres 2024 in den gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland rund 653,8 Millionen Hühner, 30,2 Millionen Puten sowie 9,3 Millionen Enten geschlachtet.

Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 16. Januar 2024 wurden in den Ställen oder auf den Weiden der rund 161.700 tierhaltenden Betriebe in Deutschland am Stichtag 1. März 2023 rund 10,9 Millionen Rinder, 22,4 Millionen Schweine, 1,8 Millionen Schafe sowie 162.600 Ziegen und 167,3 Millionen Stück Geflügel gehalten.

Laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 3. April 2024 wurden zum Stichtag 1. März 2023 in Deutschland 10,38 Millionen Hühner ökologisch gehalten. Ihr Anteil am gesamten Bestand lag bei 7 Prozent (2020: 5 Prozent).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 7. Februar 2024 mitteilte, ist die Fleischerzeugung durch gewerbliche Schlachtunternehmen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 4,0 Prozent oder 280.200 Tonnen auf 6,8 Millionen Tonnen gesunken. Insgesamt wurden im Jahr 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet.

 

Hühner sind eigentlich Waldrandbewohner und haben einen enormen Bewegungsdrang.

In der Natur würde ein Huhn fünf bis zwölf Eier legen und dann mit dem Brüten beginnen. Die Brutzeit dauert etwa 21 Tage. Ein- bis zweimal im Jahr würde ein Huhn in Freiheit brüten. Den Legehennen werden die Eier weggenommen. Das Brüten entfällt. Deshalb legen sie immer weiter – häufig mehr als 300 Eier im Jahr. Für die Hennen ist das sehr anstrengend. Sie laugen aus und haben mit Krankheiten zu kämpfen.

Dem Bundeslandwirtschaftsministerium zufolge wurden bis 2021 in Deutschland jedes Jahr 45 Millionen männliche Küken getötet. Die Tierrechtsorganisation Peta geht von 50 Millionen aus, 140.000 am Tag. Europaweit sind es rund 280 Millionen, weltweit Milliarden jedes Jahr. Die Tiere werden innerhalb von 72 Stunden nach ihrem Schlüpfen bei lebendigem Leib mit Kohlenmonoxid vergast oder im Häcksler geschreddert, weil sie in der Legehennenzucht nicht gebraucht werden. Das OVG Münster hat am 20. Mai 2016 entschieden, dass diese Praxis mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 13. Juni 2019 entschieden, dass Küken in Deutschland vorerst weiter getötet werden dürfen, wenn sie aufgrund ihres Geschlechts für die Eierproduktion nicht geeignet sind.
Am 20. Mai 2021 hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, mit dem das „Kükenschreddern“ ab 1. Januar 2022 verboten wird. Eingriffe zum Bestimmen des Geschlechts im Ei und ein möglicher Abbruch des Brütens sind ab den 13. Bebrütungstag untersagt.


RSS