Zum 11. Januar 1912

Der Slogan „Brot und Rosen“ stammt ursprünglich aus einer Rede der New-Yorker Gewerkschafterin Rose Schneiderman im Jahre 1911. Sie sagte: „The woman worker needs bread, but she needs roses too.“ Er wurde in das Gedicht Bread and Roses von James Oppenheim aufgenommen, das in demselben Jahr im American Magazine veröffentlicht wurde und den“ Frauen im Westen“ gewidmet ist.

Sein Titel wurde 1912 zur Streikparole des sogenannten „Brot-und-Rosen-Streiks“, als 20.000 Textilarbeiterinnen, meist mit Migrationshintergrund, in Lawrence/USA gegen die Hungerlöhne, die Kinderarbeit und menschenunwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen demonstrierten. Der Streik wurde von der IWW (Industrial Workers of the World) organisiert und führte dazu, dass die Arbeiter und Arbeiterinnen eine Lohnerhöhung von bis zu 25 Prozent und eine gerechtere Bezahlung von Überstunden erhielten. Auch wurde zugesagt, dass Streikende in Zukunft nicht mehr diskriminiert werden sollen. Das Motto der streikenden Textilarbeiterinnen, die auf ihre Transparente schrieben „We want bread and roses, too“, wurde zum Motto der amerikanischen und Internationalen Frauenbewegung und der internationalen Arbeiterbewegung.

Der in Deutschland bekannte Text wurde von Peter Maiwald verfasst.


RSS