Weidelandschaften
WEIDELANDSCHAFT, auch halboffene Landschaft, Weideprojekt oder „Wilde Weide“ genannt, ist ein Leitbild und ein darauf abgestimmtes Pflegekonzept im Naturschutz und der Landschaftspflege. Dabei soll durch extensive, oft ganzjährige Beweidung mit robustem Weidevieh oder mit weidenden Wildtieren, gelegentlich auch mit speziell rückgezüchteten Haustierrassen, ein artenreiches Grasland oder Grünland mit eingestreuten, einzeln wachsenden (solitären) Bäumen oder kleinen Gehölzgruppen, erhalten oder neu hergestellt werden. Weidelandschaften sind im Rahmen der vorindustriellen, extensiven Landnutzung früher von selbst entstanden und durch diese Nutzung erhalten worden. In Europa ist diese Art der Landnutzung aufgrund der geringen Erträge heute unrentabel. Sie wird im Rahmen von Beweidungsprojekten, als Pflegemaßnahme des Naturschutzes, zur Erhaltung des Landschaftsbildes und zur Förderung bedrohter Arten, gefördert mit öffentlichen Mitteln, aufrechterhalten.
Weidelandschaften existieren unter bestimmten klimatischen und bodenkundlichen Bedingungen fast weltweit.
(Quelle: Wikipedia, abgerufen am 31.8.2026)
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum „Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums“ (International Year of Rangelands and Pastoralists, IYRP) erklärt.
Anlässlich des Internationalen Jahres der Weidelandschaften und des Hirtentums fordert das Bündnis für Weidelandschaften und Hirtentum, extensive Weidehaltung als Naturschutzleistung anzuerkennen und langfristig zu fördern.

