Kormoran
Der deutsche Name dieser Vogelart kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Meerrabe (corvus marinus). So wurden diese Vögel genannt, weil sie fast schwarz sind und am Meer leben. KORMORANE sind etwa so groß wie eine Gans. Ihr Federkleid ist fast schwarz. Im Sonnenlicht können die Federn metallisch bläulich schimmern. Der bis zu einem Meter große und bis drei Kilo schwere Vogel gilt als Meistertaucher. Er kann bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen. Charakteristisch sind seine grünen Augen. Wenn sein Gefieder nach Tauchjagden voller Wasser ist, lässt er es oft stundenlang von Wind und Sonne trocknen. Dazu breitet der Großvogel die Flügel auf einem Ruheplatz aus – ein einzigartiges Verhalten in der Vogelwelt. Anders als bei fast allen anderen Wasservögeln sind die Federn der Kormorane nicht wasserabweisend. Sie werden also beim Schwimmen und Tauchen nass und müssen anschließend wieder getrocknet werden.
Bestand und Verbreitung der Art wurden in Europa durch massive menschliche Verfolgung stark beeinflusst, im mitteleuropäischen Binnenland war die Art zeitweise fast ausgerottet. In den letzten Jahrzehnten ist eine deutliche Bestandserholung zu verzeichnen.

