Fuji/Fujiyama
Der FUJI, selten auch Fudschi sowie nach einer alten Lesung der chinesischen Schriftzeichen, wie sie unter anderem in der japanischen Schrift verwendet werden, FUJIYAMA (im deutschsprachigen Raum laut Duden auch Fudschijama), ist ein Vulkan und mit 3776,24 Metern Höhe über dem Meeresspiegel der höchste Berg Japans. Er befindet sich in der Berührungszone der Eurasischen Platte, der Pazifischen Platte und der Philippinenplatte und gehört zu den Stratovulkanen des pazifischen Feuerrings. Wegen seines sehr symmetrischen Vulkankegels gilt der Fuji als einer der schönsten Berge der Welt und ist ein häufiges Thema in der japanischen Kunst.
„Berge gelten in Japan als heilige Stätten. Der Berg Fuji etwa wird als Wohnsitz der weiblichen Gottheit Sengen Daibosatsu verehrt. Sie soll in den Wolken zu Hause sein, die über seinem Gipfel schweben, und in ihrer Macht soll es liegen, das Umland vor einem neuerlichen Ausbruch des Vulkans zu bewahren. Da ihm ihr Geist innewohnt, ist der Fuji nicht nur ein Berg, er ist zugleich Pilgerort und Träger des Göttlichen, welches im Shintō-Glauben eng an die Natur und ihre Erscheinungsformen geknüpft ist. Berge und Flüsse, Tiere und Pflanzen – ihnen allen wird eine Seele zugeschrieben.“
Aus dem Artikel „Hundert Mal derselbe Berg. Warum der japanische Maler Hokusai immer wieder die Welle und den Berg Fuji zeichnete“ von Milena Michiko Flašar, in: Publik-Forum 1, 2026, S. 42f.
Der am 16. Dezember 1707 begonnene und etwa zwei Wochen dauernde letzte Vulkanausbruch lässt einen zweiten Vulkankrater auf halber Höhe des Berges entstehen.
In Japan sagt man, dass „ein weiser Mann den Fuji einmal besteigt, nur ein Narr zweimal“.
Am 22. Juni 2013 wurde der Berg mit insgesamt 25 Orten wegen seiner Bedeutung als „heiliger Ort und Quelle künstlerischer Inspiration“ in die Liste des Unesco-Welterbes als Weltkulturerbe aufgenommen.

