Fliegen

Welchen Bedeutung FLIEGEN bei der Bestäubung von Pflanzen zukommt, wird häufig unterschätzt: 15 Prozent aller tierbestäubten Pflanzen sind weltweit ausschließlich auf Fliegen angewiesen, der zweite Platz nach den Bienen mit 20 Prozent. Dazu kommen Pflanzenarten, die nicht auf eine bestimmte Bestäubergruppe spezialisiert sind.

Wenn es um ihre Augen geht, setzen Fliegen auf Masse. Bei den größeren Arten besteht jedes der beiden Facettenaugen aus bis zu 3000 Einzelaugen und etwa 24.000 Fotorezeptoren. Selbst eine winzige Fruchtfliege bringt es noch auf zweimal 600 Einzelaugen. Damit erkennen Fliegen vor allem bewegte Objekte. Scharfsehen können sie dagegen nicht.

„Kein Thier – das kann wohl ohne Übertreibung behauptet werden – ist dem Menschen ohne sein Zuthun und ohne ihn selbst zu bewohnen, ein so treuer, in der Regel recht lästiger, unter Umständen unausstehlicher Begleiter, als die Stubenfliege“, schrieb Alfred Brehm in seinem Werk Brehms Thierleben von 1884. Die Stubenfliege lebt, je nach Umgebungstemperatur und Nahrungsangebot, sechs bis 42 Tage. Ihre Fluggeschwindigkeit beträgt ungefähr 2,9 Meter pro Sekunde (rund 10 km/h), die Fliege schlägt dabei etwa 180 bis 330-mal pro Sekunde mit ihren Flügeln. Die Stubenfliege ist eine wahre Flugkünstlerin: Um an der Decke zu landen, vollzieht sie eine akrobatische Übung und macht eine halbe Rolle rückwärts. Kleine Hafthaare an ihren Füßen und ein Sekret sorgen dafür, dass sie selbst an spiegelglatten Flächen sitzen bleiben kann.


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