Feldhamster – Architekt unter dem Acker

Der FELDHAMSTER ist durch seinen Körperbau perfekt an das Leben unter dem Acker angepasst. Die kurzen, kräftigen Gliedmaßen und starke Krallen eignen sich perfekt zum Graben. Mithilfe seiner Tasthaare an Schnauze und an den Handgelenken der Vorderpfoten kann er sich auch im Dunkel seines Baus perfekt orientieren. Als Nagetier sind die Zähne für den Hamster ein überlebenswichtiges Werkzeug. Da diese ohne Unterlass genutzt werden, ist auch der Verschleiß sehr stark. Daher wachsen die Hamsterzähne ein Leben lang nach. Durch das braun rötliche Rückenfell ist der Feldhamster auf dem Erdboden von oben betrachtet perfekt getarnt.

Jetzt im April erwacht der Feldhamster aus seinem Winterschlaf. Seine Vorräte sind aufgefuttert, neue müssen her. Aber das wird schwierig. Er kann keine Supermarktregale leerräumen, sondern ist auf das angewiesen, was auf den Äckern zu finden ist. Seinen Teil zur Bodenfruchtbarkeit hat er beigetragen, kein anderes Tier lebt so tief unter der Erde und durchwühlt beim Röhrenbau den Boden so gut wie er. Doch die intensive Landwirtschaft mit ihren effizienten Maschinen, das Ausbringen von zu viel Gülle und Pestiziden machen es dem Nager schwer, seine Hamsterbacken zu füllen, er ist fast ausgerottet. Damit Deutschland »Feldhamsterland« bleibt, will das gleichnamige Bundesprojekt jetzt Landwirte finanziell motivieren, den Feldhamster zu schützen, indem sie Getreide an einigen Stellen stehen lassen, Blühstreifen anlegen und Brachen zulassen. (Dieser Absatz stammt von der Webseite https://www.publik-forum.de/Publik-Forum-07-2020/nichts-zu-hamstern des Internetauftritts von Publik-Forum)

Informationen über das Projekt »Feldhamsterland« zur Rettung des Feldhamsters und weitere Informationen über den Feldhamster finden Sie hier.


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