Jesusworte (18)
Das ‚Reich Gottes‘ gleicht einem Gutsbesitzer, der gleich am frühen Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Nachdem er mit den Arbeitern um einen Tageslohn von einem Denar übereingekommen war, schickte er sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Marktplatz stehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: „Geht auch ihr in den Weinberg. Ich werde euch geben, was gerecht ist.“ Und sie gingen hin. Um die sechste und um die neunte Stunde ging er nochmals hinaus und tat genauso. Als er um die elfte Stunde hinausging, fand er andere dastehen und sagt zu ihnen: „Was steht ihr hier den ganzen Tag ohne Arbeit?“ Sie sagen zu ihm: „Weil uns niemand angeworben hat.“ Er sagt zu ihnen: „Geht auch ihr in den Weinberg.“
Als es Abend geworden war, sagt der Weinbergbesitzer zu seinem Verwalter: „Rufe die Arbeiter und zahle ihnen ihren Lohn aus. Beginne bei den Letzten bis zu den Ersten.“ Da kamen die, die um die elfte Stunde eingestellt worden waren, und erhielten jeweils einen Denar. Als dann die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr erhalten würden. Aber auch sie erhielten jeweils einen Denar. Als sie ihn erhielten, empörten sie sich über den Gutsbesitzer und sagten: „Diese Letzten haben eine einzige Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze ertragen haben.“ Er aber antwortete und sagte zu einem von ihnen: „Freund, ich tue dir kein Unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? So nimm das Deine und geh. Aber ich will diesem Letzten dasselbe geben wie dir.“
Matthäus 20,1–14
(Der Ausdruck „Himmelreich“ wurde durch den ursprünglichen Begriff „Reich Gottes“ ersetzt)

