Zum 3. Januar 1939
1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde Georg Fritze Pfarrer in Köln. Als er 1919 im Gürzenich einen Vortrag über das Verhältnis von Kirche und Arbeiterbewegung hielt, war die Resonanz überwältigend groß, und es entstand eine Gruppe, die sich „Bund religiöser Sozialisten Köln“ nannte. Schon bald diskutierte man in dieser Gruppe auch darüber, welche Formen des Widerstands gegen die faschistische Gefahr, gegen ihre Gewalt und ihren Rassismus, wohl notwendig würden. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde – auch innerkirchlich – der Druck auf Georg Fritze immer größer, doch noch 1938 weigerte sich dieser, einen Treue-Eid auf Hitler zu sprechen. Schließlich wurde Fritze zwangsweise in den Ruhestand versetzt. In der Folge jahrelanger aufreibender Auseinandersetzungen erlitt Fritze schließlich einen Herzschlag, der zu seinem Tod am 3. Januar 1939 führte.

