Zum 14. Dezember 1950

Das Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen ist eine unabhängige internationale Organisation mit humanitärem Charakter und hat den Auftrag, internationale Aktionen zu leiten und zu koordinieren, um weltweit Flüchtlinge zu schützen sowie deren Probleme zu lindern. Als es am 1. Januar 1951 seine Arbeit aufnahm, hatte das Flüchtlingskommissariat 34 Mitarbeiter und einen Jahresetat von rund 300.000 US-Dollar. Fünf Jahrzehnte später ist der UNHCR eine weltweit tätige Organisation mit 268 Büros in 116 Ländern, über 65.200 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von über einer Milliarde US-Dollar. Es hilft Flüchtlingen, Staatenlosen, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden, etwa in Camps direkt nach der Vertreibung oder bei der Umsiedlung in sichere Länder. Zudem fungiert es als „Hüter“ der Flüchtlingskonvention von 1951, dem grundlegenden Vertrag zum Schutz Vertriebener.

 

Seit 1954 vergibt der UNHCR jedes Jahr den Nansen-Flüchtlingspreis an eine Persönlichkeit, Gruppe oder Organisation, die sich in herausragender Weise für den Schutz von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen oder Staatenlosen eingesetzt hat. Er erinnert an den norwegischen Forscher, Diplomaten und Humanisten Fridjof Nansen (1861–1930), von 1920 bis zu seinem Tod erster Flüchtlingskommissar des Völkerbundes.

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