Landminen und Streumunition: Information
INFORMATION
LANDMINEN
Der Landminen-Monitor erfasst die Umsetzung der Ottawa-Konvention, die den Einsatz, die Herstellung, die Weitergabe und die Lagerung von Antipersonen-Minen verbietet. Dem am 1. Dezember 2025 in Genf veröffentlichen, von der Internationalen Kampagne gegen Landminen (International Campaign to Ban Landmines, ICBL) erstellten Landminen-Monitor 2025 zufolge wurden im Jahr 2024 mindestens 1.945 Menschen von Landminen getötet und 4.325 Menschen verletzt. Es ist die höchste Zahl seit 2020. 90 Prozent dieser getöteten oder verletzten Menschen stammen aus der Zivilbevölkerung, fast die Hälfte (46 Prozent) davon Kinder, sofern das Alter erfasst wurde. Die Länder mit der höchsten Anzahl der durch Landminen getöteten oder verletzten Menschen waren Myanmar (2.029), Syrien (1.015), Afghanistan (624), Ukraine (293) und Jemen (247). Die Dunkelziffer, insbesondere in aktuellen Konfliktregionen, ist jedoch hoch.
STREUMUNITION
Streubomben sind Raketen oder Bomben, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper, sogenannte Submunitionen, freisetzen. Sie können dabei nicht zwischen militärischen Zielen und der zivilen Bevölkerung unterscheiden. Sie töten und verstümmeln wahllos. Bis zu 40 Prozent dieser Submunitionen explodieren beim Aufprall nicht. Dies gefährdet das Leben der Zivilbevölkerung, manchmal noch Jahrzehnte nach Beendigung eines Konflikts, und behindert das wirtschaftliche und soziale Leben.

