Regen
– aus den Wolken fallender flüssiger Niederschlag, dessen Tröpfchen einen Durchmesser von 0,5 bis 7 Millimeter aufweisen. Je nach Größe beträgt die Fallgeschwindigkeit ein bis acht Meter pro Sekunde. Unterschieden wird zwischen Landregen, Starkregen (Wolkenbruch) und Regenschauern. Unterkühlter REGEN besteht aus kleinen Wassertröpfchen, die trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt noch flüssig sind.
Schon länger weiß die Forschung, dass sich nur dann Regentropfen bilden, wenn sich in den Wolken die Moleküle des Wasserdampfs an sogenannten Kristallisationskernen festsetzen können. Meist sind das winzige Staub-, Ruß- oder Salzteilchen, auch Aerosole genannt. Sie haben einen Durchmesser von nur 0,2 Tausendstel Millimeter. Nach der bisherigen Meinung entstehen Regentropfen, wenn Wasserdampf zu feinen Tröpfchen kondensiert, die sich vereinen und schließlich schwer genug werden, um herabzufallen. Dabei zerfallen sie in verschieden große Tropfen, die sich teils wieder vereinen. Forscher aus Marseille haben mit Hochgeschwindigkeitsfilmen andere Entdeckungen gemacht: Ein Tropfen nimmt auf seinem Weg nach unten durch den Luftwiderstand die Form einer Scheibe an. Der Durchmesser nimmt zu, bis sich in der Mitte eine Blase formt. Ist der wachsende Schirm durch den Luftdruck weit genug aufgebläht, zerreißt er plötzlich und setzt schlagartig viele unterschiedlich kleine Regentröpfchen frei.

